Bist du Camper geworden, fragte man mich neulich. Ich antworte, Nein. Ich bin zwar Besitzer eines Campingmobils, als klassischer Camper fühlte ich mich nicht. Warum habe ich dann einen Camper?

Übernachten bei Retreats im Shaolin Temple Europe

Nach einigen Übernachtungen in Mehrbettzimmern des Shaolin Temples hatte ich keine Lust mehr auf nächtliches Gequatsche, Geschnarche und Gepupse und legte ich mir im Sommer letzten Jahres ein Wohnmobil der Kategorie Kastenwagen zu. Für diejenigen, im Laufe ihres Lebens einmal für drei oder sechs Tage ins Shaolin Kloster kommen, ist das Übernachten im Mehrbettzimmer oder in der Waldhütte pures Abenteuer. Das war es für mich anfangs auch. Nach meinem gefühlten fünften Aufenthalt stieg das Bedürfnis nach nächtlicher Ruhe. Die Trainingstage sind für einen alten Mann sehr hart und die Nachtruhe tut gut, mehr sogar, sie ist wichtig. Übernachten in Pensionen oder Hotels, mit täglicher An- und Abreise, war für mich keine sinnvolle Lösung. So entschied ich mich für eine Campingmobil.

Man lässt mich auf dem klösterlichen Parkplatz übernachten und in meiner fahrenden Klosterzelle fühle ich mich sehr wohl. So kann ich von morgens früh, bis spät in die Nacht an allen Aktivitäten des Sanghas teilnehmen und mich bei Bedarf in mein „mobiles Regenerationscenter“ zurückziehen. Für mich hat sich dieses Konzept bewährt. Mein Kung Fu Bruder Gary Rutter meinte eines Tages, „l like your style“. Auch ich mag meinen Stil und habe das Glück, es mir auch (noch) leisten zu können.

Camping Urlaub

Zugegeben, mittlerweile ist aus meinem mobilen Regenerationscenter mehr geworden. Ich finde mehr und mehr gefallen am einfachen Camperleben. Nein, nicht nur gefallen, ich mag es. Es ist praktisch, kuschelig und ermöglicht neue Perspektiven. Obwohl ich mich (noch) nicht als Vollblutcamper fühle, machte ich zwischenzeitlich Camping-Urlaub. Moderner ausgedrückt bin ich wohl VanLifer mit festem Wohnsitz.

Wenn ich als Kaizen Advisor unterwegs bin, übernachte ich auf dem Firmengelände meiner Kunden im Camper anstatt im Hotel. Damit ist mein Camper gleichzeitig mein Geschäftswagen.

The Qi Man auf Tour

Vor 30 Jahren wünschte ich mir ein Wohnmobil als Geschäftswagen. Das habe ich nie bekommen. Damals konnte ich wählen zwischen Audi und BMW und einem angemessenen Hotel. Alles zu koordinieren war oft sehr umständlich. Für einen Camper Van hätte ich zu dieser Zeit sogar mein Büro aufgegeben. Auch das wollte man nicht. Ich dachte seinerzeit, was für eine Verschwendung, von Raum und Zeit. So pendelte ich vom Kunde zu Kunde, von Werk zu Werk, von Unternehmen zu Unternehmen, von Hotel zu Hotel und von Geschäftswagen zu Geschäftswagen. Mein persönliches 25m²-Büro stand die meiste Zeit (geheizt) leer. Bei dieser Art des Arbeitens blieb die Lebensqualität und der Genuss auf der Strecke. Heute bin ich beruflich viel weniger auf Tour, mit dem Vorteil mehr Genuss im und am Leben zu finden. Der Camper ist mir dabei ein hilfreiches Mittel zum Zweck und Perspektivenöffner.

Den Gedanken als Qi Man on Tour zu gehen gibt es erst, seit es den Camper Van gibt. Quasi in einer Pre-Tour reiste ich dieses Jahr bei jeder Gelegenheit drauflos. So praktizierte ich Qi Gong in der Pfalz, im Donautal, am Blautopf, vor dem Schloss Lichtenstein, in der Nebelhöhle, im kroatischen Nationalparks Krka, Paklenica und Plitvice, am Schluchsee, am Vilsalpsee, am Ammersee, am Ossiacher See, am Bodensee, am Holzöstersee, am Obersee, am Königssee, am Mittelmeer und auf jedem Stell- und Campingplatz auf dem wir übernachteten.

Man steht an solchen Spots nicht alleine. In der Regel sind da viele, manchmal sehr viele Menschen. Von Zeit zu Zeit werde ich von neugierigen Wesen angesprochen, was ich da mache. Qi Gong, als Antwort genügt den meisten. Einige wollen mehr wissen und ich ließ sie an meiner Sicht auf Qi Gong teilhaben.

Jeder einzelne Spot, jede einzelne Übung, praktisch jede Bewegung und Begegnung war eine große Freude. Trotz aller Umstände in dieser Welt und dieser Zeit, war es wohl das freudigste Jahr meines Lebens. Vielleicht ist Freude eine Art Qi.

The Qi Man on Tour 2023

Spontanität war das Motto für die Touren in 2022. Wir, meine Frau und ich, haben uns in den Jumper gesetzt und fuhren los. Meist wussten wir ein oder zwei Tage vor Abfahrt nicht, wo es hingeht. Selbst auf dem Weg änderten wir den Plan und die Richtung, geleitet vom Wetter.

Nächstes Jahr läuft das vielleicht anders. Nicht das Wetter bestimmt wo es lang geht, sondern die Freude. Die Freude an Qi Gong und die Freude anderen mit Qi Gong eine Freude zu machen.

Um interessierten Menschen und Kung Fu Brüder und Schwestern eine Freude zu machen, würde ich meine Stationen 2023 vorher bekanntgeben. So kann man an den öffentlichen Free Qi Gong Sessions teilnehmen oder mich für eine Session anfragen. Liegt es auf dem Weg komme ich vielleicht vorbei.

Qi Gong Spots

Wer besondere Spots kennt, an denen man auf jeden Fall mal Qi Gong praktizieren sollte, der darf mich gerne inspirieren und mir die Koordinaten nennen – > info@klausbieber.de

Siehe auch

Free Qi Gong Tour 2023?

The Qi Man on Tour

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